Trinkwasser - ohne geht es nicht

Der Zugriff auf Trinkwasser ist für uns Menschen lebenswichtig. 50-70% unseres Körpers sind Wasser und fast alle biochemischen Vorgänge auf Zellebene und auch der Blutkreislauf benötigen Wasser. Wir verlieren Wasser durch Schwitzen, Atmen und Ausscheidungen (Urin, Kot). Wasser kann im Gegensatz zu der durch Nahrung zugefügten Energie nicht im menschlichen Körper gespeichert werden.

Für die Überlebensplanung solltet ihr den Wasserbedarf bei einem Minimum von 2,5 Litern pro Person und Tag ansetzen. Die WHO setzt für den "hohen Bedarf" beispielsweise etwa 2 Liter pro Tag bei einem Erwachsenen mit 60 Kilo Körpergewicht an und wir wollen ja auf der sicheren Seite sein.

Nach Überschwemmungen oder Erdbeben ist häufig die Nichtverfügbarkeit von Trinkwasser eine der lebensbedrohendsten Gefahren für die im betroffenen Gebiet lebenden Menschen. Wir können davon ausgehen, dass auch in der Zombie Apocalypse die öffentliche Trinkwasserversorgung - ähnlich den anderen komplexen Systemen - zum Erliegen kommen wird und sehen uns damit mit der Frage konfrontiert, wie wir anderweitig an Trinkwasser kommen können.

Zuerst stellt sich die Frage, wo man nach möglichst bedenkenlos trinkbarem Wasser suchen kann. Angenommen, wir machen uns auf die Suche nach geeignetem Oberflächenwasser also einem Bach, Fluss oder einer Quelle - welche Kriterien stellen wir an das Gewässer?

Schnell fließen soll es - je schneller das Wasser fliesst, desto höher ist die Chance auf gute Wasserqualität. Stehende Gewässer sollten nie als Trinkwassergrundlage genommen werden

Einsam sollte das Gewässer sein - je weiter weg von der Zivilisation (Dünger, Chemie, anderer Schmutz) desto besser

Kalt und klar sollte das es sein - Bakterien und Viren fühlen sich wohler, je wärmer das Wasser ist. Trübes Wasser weist immer auf Sedimente oder Verschmutzung hin

Sauer sollte es auch noch sein - je niedriger der PH-Wert (einfach messbar mit Tabletten oder Teststreifen) desto weniger Nitrate sind im Wasser

Doch sollte man nicht aus jedem Gewässer, das diese Anforderungen soweit erfüllt, bedenkenlos trinken. In den meisten Fällen sollten wir das Wasser noch reinigen, um wirklich die höchstmögliche Sicherheit zu haben. In Westeuropa sind aufgrund der diversen Einflüsse aus Industrie und Landwirtschaft immer weniger unbelastete Gewässer zu finden, daher wählerisch sein. Wäre übel, wenn man den Zeds nur entkäme um dann von Salmonellen oder Giardia dahingerafft zu werden.

Wasserreinigung

Angenommen, wir haben eine geeignete Quelle für Trinkwasser gefunden und möchten das Wasser nun von Viren und Keimen befreien, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

Als Erstes bietet es sich an, das Wasser von Schwebstoffen zu befreien. Dies kann man entweder mit Filtern aus dem Handel machen oder man baut sich selbst einen rudimentären Filter - zum Beispiel dadurch, dass man das Wasser durch mehrere Schichten mit Sand und Holzkohle laufen lässt. Im Netz finden sich diverse Anleitungen zum Selbstbau der unterschiedlichsten Filter.

Anschließend kann man das aufgefangene Wasser durch unterschiedliche Methoden weiterbehandeln.